Bauen heißt Zukunft sichern – Bayerns Roh- und Baustoffindustrie braucht verlässliche Rahmenbedingungen.

Viele Projekte werden verschoben oder gar nicht erst begonnen. Der Wohnraummangel verschärft sich. Die Infrastruktur altert.

(München, 25.02.2026) Zum traditionellen parlamentarischen Vortragsabend des Bayerischen Industrieverbandes Baustoffe, Steine und Erden e.V. (BIV) begrüßte Präsident Georg Fetzer am 24. Februar den Bayerischen Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker und rund 120 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Institutionen im Hotel Bayerischer Hof München. 

Bauen ist mehr als Beton und Ziegel – so begann die Rede von BIV-Präsident Fetzer. Bauen heißt vorsorgen. Heimat gestalten. Zukunft sichern. Die bayerische Roh- und Baustoffindustrie legt heute die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Grundlagen für kommende Generationen. Sie ist regional verwurzelt, mittelständisch geprägt und zugleich innovativ – ein tragender Pfeiler unserer Volkswirtschaft.

Klare politische Signale für eine starke Daseinsvorsorge.

„Solide Staatsfinanzen sind kein Selbstzweck. Sie müssen Investitionen ermöglichen – in Straßen, Brücken, Schienen, Schulen, Krankenhäuser und in den Wohnungsbau. Öffentliche Investitionen dürfen nicht nur angekündigt, sie müssen konsequent umgesetzt werden. Eine funktionierende Infrastruktur ist staatliche Kernaufgabe“, so Fetzer.

Der dringend benötigte Wohnraum kann aber nicht allein durch die öffentliche Hand geschaffen werden. Es braucht privates Kapital – und dafür wieder rentable Rahmenbedingungen.

Die Aktionsgemeinschaft „Impulse für den Wohnungsbau in Bayern“, der auch der BIV angehört, fordert deshalb:

  • einfachere und praxistaugliche Baustandards
  • weniger bürokratische Auflagen
  • großzügigere Abschreibungen
  • Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer
  • gezielte Förderung für kostengünstiges Bauen

Mehr Wohnraum entsteht überwiegend durch private Investitionen. Dafür braucht es Mut zur Vereinfachung und Verlässlichkeit in der Politik.

Bayerns Finanzminister Albert Füracker beantwortete anschließend die Fragezeichen der Bayerischen Roh- und Baustoffbranche in seinem Vortrag „Bauplan Bayern: Solide Finanzpolitik für Investitionen und Wachstum“. 

Das Resümee des Finanzministers: „Seit über 80 Jahren steht der BIV als verlässlicher Partner an der Seite von Groß- und Kleinstbetrieben. Mit Erfahrung und Teamgeist sichern die Mitglieder die Verfügbarkeit und Qualität von Roh- und Baustoffen in Bayern – und damit Arbeitsplätze, kurze Transportwege und stabile Bauprojekte! Damit das so bleibt, setzen wir uns weiterhin für steuerliche Entlastungen, Bürokratieabbau und frische Impulse für Innovation ein. Gerade jetzt beweist der bayerische Mittelstand Stärke und Stabilität – als Rückgrat unserer Wirtschaft und Motor regionaler Wertschöpfung. Mein Dank gilt dem BIV und seinen Mitgliedern: Ihr Einsatz und Engagement sind ein echter Gewinn für Bayern!“