Die Massivbauweise überzeugt durch Langlebigkeit, Vielseitigkeit  und Sicherheit

Mineralische Baustoffe sind in vielen Bereichen alternativlos. Das hat statische, bauphysikalische und sicherheitstechnische Gründe. Denken wir an Fundamente, Brücken, Verkehrswege... Die Massivbauweise hat große Potenziale, die weitgehend unbestritten sind: Dauerhaftigkeit, Statik, Brandverhalten sowie besonders gute Wärmespeicherfähigkeiten. Sie ist sicher, langlebig und beständig. Und damit auch nachhaltig. Klar ist aber auch, dass das CO2-Einsparpotenzial beim Herstellungsprozess von mineralischen Baustoffen noch nicht ausgeschöpft ist. Innovationen wie CO2-reduzierte Zemente und die Forschung nach alternativen Zuschlagsstoffen wie getemperten Tonen als CO2-ärmere Alternative für Klinker, oder das Abscheiden von CO2 während der Zementherstellung sind deshalb wichtige Bausteine.

Mehr zu CO2-reduzierten Zementen: https://vorsprung-durch-vorfertigung.de/co2-reduktion/

Zudem sorgt der Einsatz von erneuerbaren Energien in der Produktion für Einsparpotenzial.

Doch: Neben der Langlebigkeit haben die mineralischen Baustoffe einen entscheidenden Vorteil. Dass die Rohstoffe aus der Region für die Region gewonnen und verarbeitet werden. Die ortsnahe Gewinnung und Verarbeitung vermeiden lange Transportwege und damit verbundene ökonomische und vor allem ökologische Nachteile. 

 

Recyclingfähige Baustoffe stärken die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

Ein weiterer großer Vorteil mineralischer Baustoffe ist ihre Recyclingfähigkeit. Ein massiv gebautes Gebäude kann nach seiner Nutzung rückgebaut werden, sodass ein großer Teil der eingesetzten Materialien verwertet und wiederverwendet werden kann. So entsteht ein Kreislauf, der Primärrohstoffe schont und die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen stärkt. Besonders sortenreine mineralische Baustoffe und Bauteile, zum Beispiel aus Beton, können bis zu 100 Prozent recycelt werden.

 

Recycling-Beton

Bei Recycling-Beton wird ein Teil von Sand, Kies oder Splitt durch rezyklierte Gesteinskörnungen ersetzt. Diese stammen zum Beispiel aus aufbereitetem Bauschutt oder Betonbruch. Nach geltenden Betonnormen können bis zu 45 Prozent der benötigten Gesteinskörnung durch Recyclingmaterial ersetzt werden – je nach Einsatzbereich und Anforderungen an den Beton.

Das klingt nach einer einfachen Lösung. Ganz so einfach ist es aber nicht: Derzeit decken Recyclingmaterialien in Bayern rund 11 Prozent des Gesamtbedarfs. Das bedeutet im Umkehrschluss: Trotz des Einsatzes von Recyclingmaterial werden weiterhin fast 90 Prozent Primärrohstoffe benötigt. Dass ein Großteil des Gesamtbedarfs an mineralischen Rohstoffen künftig durch Recyclingmaterial ersetzt werden könnte, ist unrealistisch – vor allem aus quantitativen, aber auch qualitativen Gründen. 

Wichtig! Bauschutt-Recycling bzw. Recycling-Beton schont nicht per se das Klima, sondern hilft Ressourcen zu schonen.

 

Nachhaltiges Bauen lebt von der Vielfalt der Baustoffe

Bauen bedeutet immer auch Vielfalt der Baustoffe. Schon heute ist praktisch jedes Haus ein Hybridbau – und das wird auch in Zukunft so bleiben. Entscheidend ist, dass jeder Baustoff seine individuellen Stärken dort einbringt, wo er den größten Nutzen für Funktion, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit bietet.