Bauministerin Kerstin Schreyer dankte der Branche für ihr Durchhaltevermögen: „Sie haben in den letzten Monaten die Bauwirtschaft am Laufen gehalten. Das war wichtig. Wir werden auch weiterhin dafür arbeiten, die Baustellen offen zu halten und ein verlässlicher Auftraggeber zu sein. Ich freue mich, wenn wir an unserem guten Austausch weiterhin festhalten.“
Schon seit jeher haben regionale Bauprodukte Bayern geprägt und ganze Regionen vom Rohstoffreichtum Bayerns profitiert. In einer in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft sind Gewinnungsstätten längst keine bloßen Einschnitte in die Landschaft. Heute schafft die Industrie durch die natürlichen Gegebenheiten vor der Haustüre Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten – Lebensräume, wie sie heute in Bayern kaum mehr zu finden sind.
„Wir sind eine der wenigen Branchen, die sichtbar und umfänglich mehr zurückgibt als sie nutzt. Die Flächen werden im Vergleich zur Ausgangssituation in vielen Fällen sogar aufgewertet“, betont Präsident Fetzer.
Bewährtes verbessern
Die Herausforderungen der Zukunft liegen vor allem in der nachhaltigen Produktion und dem nachhaltigen Einsatz. Dafür arbeiten die Mitgliedsfirmen des BIV an energieeffizienten, kreislauforientierten und klimaneutralen Massivbaustoffen. Diese sind schon jetzt im Vergleich zu Konkurrenzbaustoffen in Sachen Nachhaltigkeit gleichwertig –Stichwort Lebenszyklus- in einigen Bereichen sogar besser – Brandschutz, Dämmung, Wiederverwertung.
Der BIV plädiert für ein lokales Miteinander. Bauen und die Annehmlichkeiten einer funktionierenden Infrastruktur ja, die Grube oder den Steinbruch vor der Haustüre aber nicht? Wer Nachhaltigkeit ernst nimmt, kommt an einer regionalen Rohstoffversorgung nicht vorbei. Diese große Stärke Bayerns in den vergangenen Jahrhunderten muss die Stärke des künftigen Bauens bleiben.
Eckdaten zum Verband:
Gründung 1945 I Bayerischer Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden e.V. seit September 2016 I Geschäftsbereiche: Arbeitsrecht und Tarifpolitik, Rohstoffsicherung, Umwelt und Verwaltungsrecht, Bauen, Technik und Betrieb, Öffentlichkeitsarbeit I 450 Mitgliedsunternehmen I 2.000 Standorte I rund 14.000 Mitarbeiter
75 Jahre BIV - Die Historie des Verbandes: chronik.biv.bayern