Wie werden sie gewonnen?

Sand und Kies

Gewinnung

Für die Gewinnung von Sanden und Kiesen sowie allen anderen Lockergesteinen bedarf es modernster Technik und viel Fachwissen. Die Art der Gewinnung wird durch die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen bestimmt.

Sande und Kiese werden – entsprechend der hydrogeologischen Situation - entweder unterhalb der Grundwasserlinie mit Schwimmgreifer, Schürfkübel, Eimerketten- oder Saugbaggern nass oder oberhalb des Grundwassers mit Schaufelladern oder Baggern trocken gewonnen.

In Bayern ist der Anteil an Trocken- und Nassgewinnung in etwa gleich.

Förderung und Aufbereitung

Das gewonnene Rohmaterial wird per Förderband, Radlader oder Muldenkipper zur Aufbereitungsanlage gebracht. Dort werden die sogenannten Rohkiese bzw. -sande gewaschen, durch Sieben von Ton, Lehm und anderen unerwünschten Bestandteilen befreit, entwässert und nach Korngröße sortiert.

Sortierung der verschiedenen Korngrößen bei der Kiesgewinnung

Anschließend wird das Material auf Halden oder in Silos gelagert, bis es per LKW, Bahn oder Schiff an Baufirmen, Industrie und Handel geht.

 

Gebrochene Natursteine

Gewinnung

Die Rohstoffgewinnung erfolgt im Tagebau i.d.R. durch Bohren und Sprengen. Dabei werden das Haufwerk auf eine für die Verladung und den Transport im Steinbruch zweckmäßige Korngröße zerkleinert. Der Transport von der Steinbruchwand zum Brecher erfolgt größtenteils durch Muldenkipper oder per Förderband.

Förderung und Aufbereitung

Zur Veredelung wird das Haufwerk in den Aufgabetrichter des Vorbrechers abgekippt und läuft über eine Vorabsiebung, in der Abraumanteile separiert werden, in den Vorbrecher. In diesem ersten Brechvorgang wird das Korn auf Größen zwischen 150 und 600 mm heruntergebrochen. In der Nachbrechstufe werden die vorgebrochenen Gesteinskörnungen in Größen von 0 bis 56 mm gebrochen und durch Siebung in Brechsand, Splitt und Schotterkörnungen getrennt.

Hochwertigere Splitte und Brechsande, nach Norm als gebrochene grobe und feine Gesteinskörnungen gekennzeichnet, durchlaufen weitere Brechstufen. Der durch Spreng- und Brechvorgang entstehende Feinstaub, der an den Gesteinskörnungen anhaftet, muss in aufwändigen Waschvorgängen oder Trockenabscheidungen von der Körnung getrennt werden. Die bei der trockenen Entstaubung gewonnenen Gesteinsmehle werden als Füller weiterverwendet.

Die so gewonnenen Lieferkörnungen werden in Siloanlagen oder auf Halden bis zum Abtransport gelagert.

 

Naturwerkstein

Aus den anstehenden Festgesteinen werden Rohblöcke gewonnen, die wiederum zu unterschiedlichen Werksteinen weiterverarbeitet werden. Hierzu verwendet man im Steinbruch sogrannte Seil- und Schwertsägen, um möglichst große Rohblöcke schonend gewinnen zu können. Plattige Naturwerksteine wie z.B. die Solnhofer Plattenkalke werden im Steinbruch durch händisches Lösen aus dem Gesteinsverband mittels Stemmeisen gewonnen und vorformatiert.

Die Naturwerksteine werden dann z.B. zu Fassadenplatten, Mauer – und Pflastersteinen weiterverarbeitet.

Weiterverarbeitung von Granit