Beispiele für rekultivierte und renaturierte Gewinnungsstätten

Eine Branche, die in Anspruch genommene Flächen wieder nutzbar macht.

Rekultivierung und Renaturierung

Pro Jahr werden in Bayern rund 0,013 % der Landesfläche für die Gewinnung von oberflächennahen Rohstoffen in Anspruch genommen (im Vergleich hat der landwirtschaftliche Anteil an Fläche eine Größe von 44 %). Diese insgesamt 890 Hektar werden jedoch nur temporär genutzt. Das bedeutet ganz konkret – die für die Rohstoffgewinnung notwendigen Flächen werden vorübergehend beansprucht, sie stehen danach für andere Nutzungsmöglichkeiten wieder zur Verfügung.

Durch die Rekultivierung werden die Bodenfruchtbarkeit sowie die ursprüngliche Pflanzendecke wiederhergestellt und das Gelände für den Menschen nutzbar gestaltet. So ergeben sich für die Land- und Forstwirtschaft Flächen wie Äcker, Weiden oder Wälder, zudem viele reizvolle und das ganze Jahr über besuchte Naherholungsgebiete. Bayernweit gibt es mehrere Hundert durch ehemalige Sand- und Kiesgewinnung entstandene Baggerseen, die zum Fischen, Baden und Wassersport einladen.

 

Quelle: BIV und StMWIVT (2002): Rohstoffe in Bayern: Situation, Prognosen, Programm

Info

Die durch die Rohstoffgewinnung temporär in Bayern beanspruchte Fläche pro Jahr, beläuft sich auf rund 8,9 km2. Das entspricht genau der Fläche des Tegernsees.